Eigenregie #2

Wir haben hÀufig verlernt, unsere Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was wir bereits haben und was uns bereits Freude macht (formvollendet: "Wia I geh und steh. Gamsbart am Hut, 's Lawinerl in der Brust!"). Bei vielen (versorgungs-/katastrophen-)abhÀngig bzw. grundlagenfrei (erwerbs-)berufsbezogen aufgezogenen Mitmenschen liegt der Fokus stÀndig auf dem, was fehlt oder wenig Freude macht - privat wie beruflich mit einer erstaunlichen Konsequenz.

Auch das wird schnell "besser", je öfter man es tut! (In EinzelfÀllen tut das sogar richtig weh.)

Aus einem guten Kontakt zu unserem menschlichen (Himmels-)Körper mit seiner grenzenlosen kosmischen Intelligenz (sein Umfeld augenblicklich vollstĂ€ndig zu akzeptieren) entsteht auch ein guter Kontakt zu unseren Mitmenschen. Dazu braucht es jedoch etwas Aufmerksamkeit ihm gegenĂŒber: Die gerne unterschĂ€tzte, Ihnen aber bereits zueigene FĂ€higkeit, zu ihm hinzuspĂŒren.

Wenn Sie auf die Schnelle einfach nicht wissen, wie Sie das konkret anstellen sollen, dann nehmen Sie einmal nur den Boden unter Ihren FĂŒĂŸen - der lĂ€uft nicht weg. Das klappt immer, auch mit festem Schuhwerk (im Wiegeschritt: a la Bergsteigen). Der Boden ist immer da, Sie können jederzeit zu ihm Kontakt aufnehmen und ihn spĂŒren.

Also dann: Zuerst sind es die kleinen Eigenschaften, auf die Sie bewußt den Fokus Ihrer Aufmerksamkeit richten können. Die blonde Haarlocke des Partners, die seine hohe Stirn verdeckt oder feengleich auf seine Schulter fĂ€llt. Die kleinen Lach- oder AugenfĂ€ltchen, welche das Gesicht Ihres GegenĂŒbers verschönern, wenn es Sie anstrahlt. Die markanten Kieferknochen, die unter der Haut hervorkommen, oder die verschmitzten BĂ€ckchen? Der große, warme und so gemĂŒtliche Bauch (fĂŒr den sich der andere womöglich insgeheim schĂ€mt). Oft sind es gerade die vermeintlichen SchwĂ€chen, die uns in ihren Bann ziehen. Überhaupt: Zeit ist der großartigste Maskenbildner/Friseur! 

Lassen Sie Ihren Blick ruhig einmal   w e i t   und weich auf der anderen Person ruhen. Was macht diesen Mitenschen fĂŒr Sie aus? Was macht ihn gerade so einzigartig?

Auch hierbei handelt es sich um reine Energie (🌞) - spĂŒrbare Lebendigkeit! Physiker wissen, Materie ist verdichtete Energie: FĂŒr denjenigen, der sie empfĂ€ngt, kann sich dies wie eine wohltemperierte (Ganz-)Körpermassage anfĂŒhlen - zeitlos, wie im Flug! 

Und stellen Sie sich einmal vor, wie sich Ihre Kunden fĂŒhlen, wenn Sie ihnen auf diese Art und Weise begegnen. Mt aufrichtiger WertschĂ€tzung fĂŒr ihr Ihnen soeben entgegengebrachtes Vertrauen. Mithin auch dafĂŒr, daß die gerade Sie beauftragt haben und Sie damit zusĂ€tzlich nĂ€hren. Und vielleicht fĂ€llt Ihnen dabei gleich noch etwas auf, das Ihnen an Ihren Kunden ganz besonders gefĂ€llt: Vielleicht ist dies etwas, das ĂŒberhaupt nichts mit dem Auftrag zu hat? Wie wĂ€r's? 

Auch hier sollte Ihre WertschĂ€tzung echt sein, mit einfachem GemĂŒt von Herzen kommen und nicht, etwa in NLP-Seminar-Manier, strohfeuerartig einem Motiv/einer Erwartung untergeordnet sein. Es wird nicht funktionieren, wenn Sie diesen durch und durch natĂŒrlichen Vorgang sofort wieder benutzen, um etwas vorher Bestimmtes zu erreichen oder zu vermeiden - etwa sich dem GegenĂŒber ausschließlich mit dem Ziel zu nĂ€hern, die eigene BedĂŒrfnispyramide abzuarbeiten oder bedient zu sehen, z. B. aus dem Geben und aus dem Nehmen – zwei diametral entgegengesetzten VorgĂ€ngen – einen Basar aufgespreizter Eitelkeiten zu machen, bei dem die Teilnehmenden von vorne herein   l e e r   ausgehen. Es genĂŒgt also, wenn Sie es gerade auch tatsĂ€chlich so empfinden. 


SCHRITT 1:

Sie kennen das: Es geht ganz leicht – zumindest leichter als Sie denken! Es ist schließlich Ihr Leben automatisierter Wunder! Oder hatten Sie das bereits vergessen? 

Im anberaumten BegrĂŒĂŸungsszenario suchen Sie sich am GegenĂŒber - vorzugsweise im Gesicht - ein Detail, das Ihnen gut gefĂ€llt, das vielleicht sogar Ihre gesteigerte Aufmerksamkeit erregt. Das kann auch eine Unebenheit, z. B. eine kleine Narbe, oder eine Asymmetrie sein. (Bei einem absoluten Widerling: Es kann, muß aber nicht die geballte WiderwĂ€rtigkeit und Ekelhaftigkeit sein, die Sie bewundern.) Hauptsache, Sie tun es! 

WĂ€hrend des BegrĂŒĂŸungsvorgangs und im weiteren GesprĂ€chsverlauf bleiben Sie bei dem fĂŒr Sie wichtigen Detail. Sie mĂŒssen dazu nicht "wie bekloppt" hinstarren, ein dezenter Blick genĂŒgt, sich das Detail wieder in Erinnerung zu rufen. (Falls Sie konkret fĂŒrchten mĂŒssen, dem Inhalt des wichtigen GesprĂ€chs nicht zu 100 % folgen zu können: 90 % der Kommunikation sind ohnehin irrelevant (SchaumschlĂ€gerei: Imponiergehabe, Manipulation).

Bitte beachten Sie, daß Sie beim Eintreten in die IntimsphĂ€re des GegenĂŒbers bzw. im Augenblick der Handreichung deutlich spĂŒrbar geneigt sein werden, diesen Kontakt, vielmehr die Verbundenheit, aufzugeben und ĂŒber Bord zu werfen. Beobachten Sie das. Dann stellen Sie ihn einfach wieder her. Das genĂŒgt.


Chronifiziert untervergĂŒtete Kassier*innen im Super-/Drogerie-/Baumarkt sind ein dankbares Übungsobjekt: Die kriegen ansonsten den gesammelten Unmut (nicht nur) der Kundschaft ab, etwa wenn es einmal nicht schnell genug geht, und können i. d. R. nicht weglaufen. Und: Die Handreichung entfĂ€llt.

Probieren Sie das unter MĂ€nnern, könnte das zu leichten Irritationen fĂŒhren.

Wichtig: Es ist von höchster Wichtigkeit, daß Ihr GegenĂŒber von Ihnen nicht erfĂ€hrt, was Sie da gerade tun - das bleibt Ihr PrivatvergnĂŒgen!


SCHRITT 2:

Der "weiche Blick" - Parallelen treffen sich in der Unendlichkeit - ist ein zentraler Baustein alter Heilweisen. Wenn Sie mehr davon wollen, wiederholen Sie den Vorgang einfach andernorts oder Sie nehmen Kontakt mit mir auf.